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Ellennerveinklemmung – Ulnarisrinnen-syndrom – Sulcus Nervus Ulnaris Syndrom

Handchirurgie und Chirurgische Praxis Alstertal Hamburg Poppenbüttel – Tel: +49-(0)40-602 30 06 Handchirurg Dr. Stefan Peters

Info

Einklemmung des Ellennerven am Ellengelenk. Ursache z.B. zu starke Beugung im Ellengelenk über längere Zeit. Kribbeln des Klein und halben Ringfingers, Schwäche und Ungeschicklichkeit der Hand.

Der Nervus Ulnaris ist einer von 3 Hauptnerven des Armes (Radialis, Medianus und Ulnaris). Im Bereich des Ellengelenkes liegt der Nerv in einer Knochenrinne (Sulcus Nervus Ulnaris).  Er ist zwar in dieser Rinne gut gegen Schäden geschützt, aber eben auch in dieser Rinne „gefangen“.

Der N. Ulnaris (Ellennerv) ist fuer dass Gefühl im Kleinfinger und 1/2 Ringfinger zuständig. Ausserdem steuert er die Feinmotorik (Geschicklichkeit) der Hand, er ist fuer die meisten kleinen Muskeln in der Hand verantwortlich.

Durch uebermäßiges, oft naechtliches, unbewusstes Beugen des Armes im Ellengelenk wird der Nerv in der Rinne gespannt. Andere, seltenere Ursachen sind: Fraktur im Bereich des Ellengelenkes, Kompression durch einen Tumor. Oftmals lässt sich ein Ulnarisrinnensyndrom aber  nicht auf einen sicheren Auslöser zurückführen.

Symptome: Kribbeln im Klein und Ringfinger, Schwäche und Ungeschicklichkeit der Hand, zB. beim Einbringen eines Schlüssels in ein Schloss.

Geschrumpfte Handmuskulatur bei fortgeschrittenem Ulnarisrinnensyndrom

Geschrumpfte Handmuskulatur bei fortgeschrittenem Ulnarisrinnensyndrom

 

 

Später auch Kraftminderung und Schrumpfung der Handbinnenmuskulatur, Entwicklung einer „Krallenhand“.

 

hier gibts weitere Infos über dass Ulnarisrinnensyndrom

Therapie

Da die hauefigste Ursache dass massive Beugen im Ellengelenk ist, kann oft durch die Verordnung einer Schiene, die nachts getragen wird, und Beugung im Ellengelenk verhindert, dass Problem gelöst werden.

Stellt sich nach ca. 4 Wochen keine Besserung ein, sollte eine neurologische Untersuchung mit Nervenstrommessung erfolgen.

Wenn durch Ruhigstellung und Vermeidung starker Beugung keine Besserung, operative Befreiung des Ellennerven.

OP

Unsere Methode (wird von der Mehrzahl der Handchirurgen bevorzugt): In Nervenleit- (subaxillärer Plexus), Narkose oder örtlicher Betäubung (auch innovative WALANT Lokalanästhesie möglich) Befreiung und Verlagerung des Nerven aus der ihn einengenden Knochenrinne. Hierbei wird der Nerv vorsichtig aus der Knochenrinne (Sulcus Nervus Ulnaris) gelöst und in in dass Unterhautgewebe verlagert. Hierzu wird im gut gepolsterten Fettgewebe eine Tasche geformt, in welche der Nerv verlagert wird. Der Nerv liegt dann „innen“ am Ellengelenk unter der Haut. Probleme resultieren aus dieser Lageaenderung nicht.

Es handelt sich um einen anspruchsvollen  Eingriff, der von einem erfahrenen Handchirurgen durchgeführt werden sollte.

Meist sind die Ergebnisse gut, der Nerv erholt sich vollständig. Kraft, Geschicklichkeit und Gefühl normalisieren sich nach einigen Wochen. Ca. 5 bis 10% der Operationen sind letztlich nicht erfolgreich, weil der Nerv in die Rinne zurück rutscht oder durch Narbenbildung erneut eingeengt wird. In diesen Fällen muss nachoperiert werden.

Es wird von einigen Operateuren nur der Nerv in der Rinne befreit (dass Dach der Rinne gespalten), der Nerv aber in der Rinne belassen. Wenngleich vertretbar und in den Nachuntersuchungen teils gleich erfolgreich gegenüber der oben beschriebenen Verlagerung des Nerven beschrieben, so rät Dr. Peters aufgrund seiner Erfahrung von dieser Methode ab.

Komplikationen: bei fachgerecht durgefuehrter Operation selten. Gelegentlich kann es zu einer Nervenirritation (in der Regel spontane Besserung) durch einen Bluterguss kommen. Wundinfektionen treten auch selten auf, und meist harmlos. Die oben schon erwähnten Misserfolge (5-10%)  sind im engeren Sinne keine Komplikation, sind an dieser Stelle aber zu erwähnen. Prinzipiell ist auch eine operationsbedingte Schädigung des Nerven möglich, die Dauerfolgen hinterlassen könnte. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden. Wie bereits erwähnt sollte diesen Eingriff nur ein hierin erfahrener Operateur durchführen.

danach

Oberarmschiene für einige Tage. Krankschreibung für 1 bis 3 Wochen, gelegentlich Physiotherapie nach der OP sinnvoll. Nachteilige Folgen bis auf die unvermeidliche Narbe: Keine!

 

Disclaimer Krankheitsinfos

Die Erläuterungen auf dieser Seite sollen für Sie, werter Patient/in eine Orientierungshilfe sein und Ihnen eine erste Information  geben.

Die Infos haben wir nach bestem Wissen unter Zugrundelegung unserer langjährigen Erfahrung und neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse erstellt.

Eine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit können wir in dem sich schnell entwickelndem Gebiet der Medizin naturgemäß nicht geben. Auch können andere Ärzte anderer Meinung sein.

Sie werden hier sinnvoll und verantwortungsbewusst informiert. Davon sind wir überzeugt. Trotzdem ermuntern wir Sie, sich  auch anderweitig zu informieren.

 
 
 

  • Dr. med. Stefan Peters
    Handchirurg
    Unfallchirurg
    Chirurg

    Dr. med. Stephan Berg
    Orthopäde
    Chirurg
    Unfallchirurg

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